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Eine kleine Vereinsgeschichte
Überarbeitete Version des Beitrags "Chronik zur Vereinsgeschichte" von Michael Bach und Udo Catta, erschienen im goggelmoggel, Ausgabe April 1993
1954: Am 1. März versammelten sich fünf mutige Männer zur Gründung des "Schachclubs 1954 Ober-Roden". Bis zum Jahresende hatte der Schach-Club ca. 30 Mitglieder.
1957: Der 12. Mai dieses Jahres stellt ein historisches Datum in der Geschichte des Schach-Clubs dar.
Nach drei Jahren war der erste Mannschaftssieg perfekt. In einem Freundschaftsspiel an 9 Brettern gewann man gegen Eppertshausen II mit 5,5 : 3,5. Gegen denselben Gegner wurde auch drei Jahre zuvor das erste Freundschaftsspiel ausgetragen.

1958: Am 15. 2. 1958 war die Geburtsstunde der ersten Vereinszeitung des Schach-Clubs, dem "Königsspringer". Zeitungslogo und damit Wegbereiter für unser "Türmchen" war damals dessen direkter Brettnachbar, der Springer (was auch sonst?).
Des Rosses symbolische Bedeutung für den Schach-Club hat sich bis heute erhalten.
1959: 13. August: Eine Verkettung mehrer glücklicher Umstände ermöglichte dem Schach-Club einen kurzfristig entstandenen Simultanwettkampf mit dem damals frischgebackenen Jugendweltmeister Bielicki aus Argentinien.
Dies brachte dem Verein erstmals größere Presse. So berichtete von diesem unerwarteten, spontanen Ereignis die Neue Presse, die Offenbach Post, das Darmstädter Tagblatt und sogar in einer kurzen Notiz die Frankfurter
Rundschau.
1959-61: Hermann Schreiner, heute Professor an der Fachhochschule Mannheim und langjähriger Organisator der deutschen Studentenmeisterschaften, ist Vorstandsmitglied und Spitzenspieler des Clubs.
Unter seiner Führung spielte der Verein auf Unterverbandsebene und schaffte den Sprung bis in die Bezirksklasse.
1962: Nach Schreiners Weggang verfiel der Verein in Motivationsprobleme und meldete die Auflösung des Clubs an.
Dank Initiative des Gründungsmitglieds Herbert Ulbricht wurde das Vereinsleben jedoch weitergeführt.
1963-68: Die Zeit des Alfred Beha. Spielerisch eine Klasse für sich, so gewann er in seiner Ober-Rodener Zeit mehrere Vereins- und Pokalmeistertitel und spielte fünf Jahre in der ersten Mannschaft am vordersten Brett, nahm er auch organisatorisch die Geschicke des Schach-Clubs in die Hand.
Unter seiner Führung, es gab kaum ein Amt, welches er nicht für eine gewisse Zeit inne hatte, blühte der Spielbetrieb wieder auf. Er war außerdem der "Macher" der Vorgängerzeitung des goggelmoggel namens "En Passant".
1969-73: Nach Beha's Weggang vom Verein ging es vor allem organisatorisch bergab. Dies führte zu personellen Auflösungserscheinungen, welche letztlich 1973 zur Einstellung des Spielbetriebs führten. Der Schach-Club existierte von nun an zweieinhalb Jahre lang nur noch auf dem Papier.

1975/76: Durch Initiative von Joachim Haug (späterer Pressewart) und Erich Lautenschläger (späterer erster Vorsitzender) wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Am 11.3.1976 findet die erste Generalversammlung zum "Neubeginn" statt. Neun Interessenten nahmen daran teil.
1977: Die vollständige Wiederaufnahme des Spielbetriebs war abgeschlossen. Der Verein nahm wieder an den Verbandsturnieren des Unterverbandes Starkenburg teil und am Spielabend fanden sich mehr und mehr Schachinteressierte ein. In diese Zeit fiel auch die Gründung des goggelmoggel.
Im Herbst des Jahres 1977 erhielt der Schach-Club dann ganz zufällig Besuch vom Präsidenten und vom Geschäftsführer des Deutschen Schachverbandes (DSV). Die beiden Herren waren von unserem Verein sehr angetan, und der Pressewart Haug kam zu einem Exklusivinterview mit den Spitzenfunktionären des deutschen Schachs.
1979: Wer nicht ständig Mathematik geschwänzt hat, kommt von allein drauf: das ist das Jahr des 25-jährigen Jubiläums.
Auf dem Festprogamm stand neben Jubliäumsturnieren und -feierlichkeiten auch eine Simultanveranstaltung, für welche der Großmeister und damalige Vizeweltmeister Kortschnoi gewonnen werden konnte. Dies kann ruhig als "Knaller" und positiver Höhepunkt in der Vereinsgeschichte betrachtet werden. Die Eröffnungsrede von Erich Lautenschläger wurde vom Hessischen Rundfunk übertragen und machte den Schach-Club schlagartig weltberühmt.
Leider war dies auch eine der letzten Amtshandlungen des Erich Lautenschläger. Aus beruflichen Gründen mußte er den Schach-Club im Herbst des Jahres verlassen. Seine Nachfolge trat Friedhelm Kronenberg an, unter dessen Amtszeit ein sportlicher Aufstieg der Mannschaften und Spieler des Schach-Clubs seinen Anfang nahm.
1981: Der Schach-Club stieg zum ersten mal in die Unterverbandsklasse (höchste Spielklasse des Starkenburger Unterverbandes) auf. Insgesamt vertraten 4 Mannschaften die Farben Ober-Rodens. Mit dem damals 14-jährigen Andreas Tennstedt stellte der Schach-Club den jüngsten Spitzenspieler in der Unterverbandsklasse. Die Jugendmannschaft qualifizierte sich erstmals für die Hessenmeisterschaften und erreichte dort einen Platz im Mittelfeld.
Andreas Tennstedt und Michael Bach wurden für die Jugendauswahlmannschaft des Unterverbandes Starkenburg nominiert.
1985-87: Nach einem Jahr Zugehörigkeit zu der Bezirksklasse schaffte die erste Mannschaft souverän den Wiederaufstieg in die UV-Klasse. Die zweite Mannschaft ließ sich von dem Erfolg motivieren und zog ein Jahr später mit dem Aufstieg in die Bezirksklasse nach. Die erste Mannschaft erspielte sich den vierten Tabellenplatz in der UV-Klasse punktgleich mit dem Tabellenzweiten. Damit hatte der Schach-Club sein höchstes sportliches Niveau erreicht.
Unter dem neuen Vorsitzenden Rüdiger Wiegand fand 1986 zum erstenmal das Schnellschach-Turnier "Rödermark Open" statt, welches insgesamt viermal ausgetragen wurde. Außerdem konnte durch sein Engagement nach fünf Jahren wieder eine Jugendabteilung aufgebaut werden.
1988-92: Der "Höhenflug" hatte leider nicht lange Bestand. Die zweite Mannschaft mußte trotz 7:11 Punkten aufgrund der Abstiegssituation in der Zweiten Bundesliga und letztlich wegen eines einzigen fehlenden Brettpunktes absteigen. Die erste Mannschaft folgte ein Jahr später. Es fand ein Personalumbruch statt. Die Spitzenbretter verließen den Verein in Richtung ihrer Spielstärke entsprechenden Mannschaften, und durch Weggänge aufgrund beruflicher Situationen wurde der Verein weiter geschwächt.
Die Mannschaften stürzten in die Kreisklasse A bzw. B ab.
Auf einer außerordentlichen Generalversammlung am 28.10.1988 wird eine Umbenennung in Schach-Club 1954 Rödermark beschlossen. Das Spiellokal wurde in den Bürgertreff Waldacker verlegt. Infolge der Einstellung eines Jugendtrainers erreichte die Jugendabteilung nach zwischenzeitlichen Auflösungserscheinungen qualitativ wie quantitativ ein sehr hohes Niveau. Die aufgrund der Vereinsarbeit seit 1985 zum Verein gestoßenen Neuzugänge und aus der Jugendabteilung hervorgegangenen Spieler wurden zu "tragenden Säulen" der Mannschaften.
1993: Die erste Mannschaft schaffte den Wiederaufstieg in die Bezirksklasse. Eine neugegründete dritte Mannschaft erreichte auf Anhieb den Vizemeistertitel, welcher zum Aufstieg in die Kreisklasse D berechtigte.
1994/95: Die erste Mannschaft maschierte sogar durch und erreichte nach sieben Jahren wieder die Unterverbandsklasse. Zunächst aber nur für ein Jahr. Die zweite Mannschaft erreichte während dessen erneut die Kreisklasse A.
Eine Saison lang erlaubte sich der Schach-Club sogar den Luxus fünf Mannschaften antreten zu lassen.
1996: Anfang 1996 überschlugen sich wieder die Ereignisse. Die erste Mannschaft erlangte hinter dem "Zweitligisten" SGW Schaafheim doch noch den zweiten Aufstiegsplatz in die Unterverbandsklasse und alle anderen Mannschaften hielten ihre Spielklassen.
Im Vierer-Mannschaftspokal erreichten zwei der drei gestarteten Mannschaften das Viertelfinale. Die erste scheiterte im Halbfinale nur knapp am kommenden Hessenligisten Schachforum Darmstadt und verpaßte damit die erstmalige Qualifikation im Pokal auf Hessenebene.
Im März wurde wieder umgezogen. Nach sieben Jahren kehrte der Schach-Club wieder in den Ortskern Ober-Rodens zurück und bezog einen Raum im neuentstehenden Jugendzentrum Ober-Rodens.
Juli 1996: Der Schach-Club ist ins Internet gegangen.
1997/98: Die erste Mannschaft wird mit hervorragenden 14-4 Punkten Vizemeisterin der Starkenburgliga, die beste Plazierung, die jemals erreicht wurde. Der Aufstieg wurde damit nur ganz knapp verfehlt. Rödermark 2 steigt
glücklicher Weise als Tabellenneunter nicht ab.
1998:
mausert sich zum aktuellsten Mediendarsteller im Bezirk Starkenburg und die Einwählzahlen steigern sich laufend.
Saison 1998/99: Rödermark III steigt als Tabellenfünfter nach spannenden Relegationsspiel in die Kreisklasse B auf. Das erste Team kann gerade den Abstieg in die Bezirksklasse verhindern.
1999/2001: Alle drei Teams halten sich in ihren Klassen, die erste und zweite Mannschaft können ihr Abschneiden von Jahr zu Jahr verbessern
2002: Ein Jahr mit gravierenden Veränderungen und herausragenden Ergebnissen
- Umzug des Spiellokals zurück nach Waldacker, Aufbau einer neuen Jugendabteilung durch Conrad Schenke.
- Verleihung der Ehrennadel des Bezirks Starkenburg in Silber an Michael Bach für die Betreuung des Goggelmoggel Online
- Nur knapp scheitert das Fernschachteam mit Andreas Tennstedt, Michael Bach, Andreas Kondziela und Mathias Seebacher am Einzug in die Endrunde
- Rödermark I wird Meister in der Starkenburgliga und steigt erstmalig in die Landesliga auf.
- Rödermark II steigt als Tabellenzweiter in die Bezirksklasse auf
- Rödermark II erreicht das Halbfinale des Viererpokals des Bezirkes Starkenburg
2003: Die erste Mannschaft musste leider erkennen, dass in der Landesklasse die Trauben zu hoch
hängen und steigt in die Starkenburgliga ab. Die zweite und dritte Mannschaft können die Klasse dagegen
halten.
In der Besetzung Andreas Tennstedt, Udo Wolf, Michael Bach und Andreas Kondziela qualifiziert sich
das "Fernschach-Team" für die Zwischenrunde.
Im Viererpokal des Bezirkes Starkenburg scheiden beide Mannschaften bereits im ersten Spiel aus.
2004: In diesem Jahr hat der Schach Club Rödermark einen besonderen Geburtstag, er wird 50 Jahre. 
Manch Höhen und Tiefen wurden durchschitten,so war man eine Zeit fast aufgelöst, gegenüber gab es tolle sportliche Erfolge und auch die 50 Jahr Feier war ein denkwürdiges Event. Am 20 Mai feierte sich der Verein in einer akademischen Stunde,
Grußworte vom Landessportbund, des ehemaligen Bürgermeisters Alfons Maurer und des Vorsitzenden des Schachbezirks Starkenburg, Heinz Wolk, folgten Ehrungen für Vereinsmitglieder, so erhielt Michael Bach für sein großes Engagement im Bezirk Starkenburg die "Ehrennadel
des Bezirks Starkenburg" in Gold.
Für das anschließende Simultan wurde Großmeister Klaus Bischiff engagiert, der an 18 Brettern souverän 17 Punkte holte und nur zwei Punkteteilungen gestattete.
Zwei Tage später, am 22. Mai fand ein sehr gut dotiertes Schachturnier um den Rödermarker Schnellschachpokal statt. 52 Teilnehmer, darunter sogar ein GM und fünf internationale Meister kämpften um den Turniersieg, den mit Ryhor Isserman ein sehr starker, aber titelloser Spieler gewann.
Ergebnisse und Eindrücke sind hier abrufbar.
Sportlich lief die Saison "normal" aus, die erste Mannschaft ließ nach gutem Saisonstart stark nach und verpasste den Wiederaufstieg am Ende deutlich. Erfreulicherweise konnte sich Rödermark 2 als Tabellenvorletzter ein weiteres Jahr
in der Bezirksklasse halten.
Rödermark 3 trat nach vielen Jahren durch einen personellen Umbruch in der Kreisklasse D an und steigerte sich nach einem schwachen Saisonstart auf einen vorderen Platz. Bedingt durch die Tatsache, dass die Jugendabeilung immer grösser wurde, hatte der SC Rödermark ab der Saison 2003/04 wieder vier Mannschaften, die Nachwuchsmannschaft trat in der Zusatzklasse E an.
Im Dezember 2004 trug der Schach Club Rödermark unter dem Organisator Alfred Lang und Turnierleiter Markus Thole das erste Nikolaus Schülerturnier aus.. Seit einiger Zeit betreut Schach Club Mitglied Dr. Alfred Land mehrere Grundschulen in Rodgau und Rödermark und auf diesem Weg finden immer wieder neue Jugendliche und Schüler den Weg in den Schach Club.
2005- 2006: Sportlich tritt der Verein auf der Stelle, nach schwachem Start wird am Ende der Klassenerhalt sicher eingefahren, jedoch steig die zweite Vertretung in die Kreisklasse A ab. Rödermark 3 schafft es erneut nicht, einen vorderen Platz mit Aufstieg in die Kreisklasse c zu erreichen. In der vierten Mannschaft sammeln Jugendspieler weiter Spielpraxis
2007: Es kommt in diesem Jahr noch schlimmer, beide Mannschaften steigen am Ende in die Bezirksklasse bzw. in die Kreisklasse B ab. Während Rodermark 1 in der vergangenen Saison wiederholt knapp und unglücklich verliert, steigt die zweite Mannschaft bedingt durch personelle Engpässe ab. Die dritte Mannschaft wird in der Zusatzklasse E wie die vierte Vertretung gemeldet,
wobei in beiden Mannschaften nur Nachwuchsspieler zum Einsatz kommen. Hier überzeugt vor allen Dingen die vierte Mannschaft und gewinnt ihre Gruppe souverän.
In der vierten Auflage des Nikolaus Schülerturniers gewinnt Jacob Glass mit hauchdünnen Vorsprung
2008: Ohne Verlustpunkt steigt die erste Mannschaft wieder in die Starkenburgliga auf und repariert den Betriebsunfall, der ein Jahr vorher entstanden ist. Leider kann die zweite Mannschaft hier nicht mitziehen, da erneut nachteilige personelle Veränderungen eintreten, da zwei Spieler den Verein verlassen.So überzugt man in einigen Wettkämpfen, verliert aber zu viele Begegnungen, in denen man personelle Ausfälle nicht kompensieren kann.
Beide Jugendmannschaften überzeugen in der Zusatzklasse E weiterhin, leider reicht jedoch die Spielstärke noch nicht, um die zweite Mannschaft zu unterstützen.
2009: Unglaublich , aber wahr, nach sieben Jahren steigt Rödermark 1 in die Landesklasse Süd auf und das im Durchmarsch aus der Bezirksklasse. In dem Jahr stimmt aber auch alles, kaum ein Spieler fehlt in den 10 Wettkampftagen und manche Begegnungen, die sehr spannend sind, verlaufen für uns oft sehr günstig. Leider kann die zweite Mannschaft nicht von dem Hype profitieren, belegt aber am Ende der Saison nach einem katastrophalen Start einen guten vierten Platz.
Eine reine Jugendmannschaft wird zum ersten mal in der Kreisklasse D installiert, die hier ihre ersten Erfahrungen eine Klasse höher sammeln. Sehr erfolgreich präsentiert sich die vierte Mannschaft in der Zusatzklasse E.
Im Viererpokal des Bezirks Starkenburg erreicht man in dieser Saison das Halbfinale, welches etwas unglücklich verloren wird. Da die Finalisten jedoch bereits auf Hessenebene vertreten sind, spielte Rödermark 1 zum ersten Mal auf Hessenebene im ViererPokal. In der ersten Runde trat man zuhause gegen den Verbandsligisten Kassel an, gegen den man 2:2 spielte und nur nach Berlinger Wertung unterlegen war.
Im Dezember wird bereits zum sechsten Mal das Nikolausturnier für Schüler bis 13 Jahren ausgetragen, auch dieses Mal findet das Turnier mit 44 Teilnehmern großen Anklang und mittlerweile treten immer mehr Schüler an, die im Verein Schach spielen, an.